Seit dem 1. Januar dürfen im US-Staat Colorado Bürger über 21 Jahre legal Marihuana kaufen und konsumieren. Durch Drogengeschäfte mit Konsumenten hat der Staat allein im Januar rund zwei Millionen US-Dollar (1,4 Mio Euro) an Steuergeldern eingenommen.
Wie die Steuerbehörde mitteilte, wurde in dem Zeitraum Cannabis für mehr als 14 Millionen Dollar (10,1 Mio Euro) an die Kunden gebracht. Inzwischen gibt es in Colorado rund 160 lizenzierte Geschäfte, in denen Marihuana verkauft werden darf. Der Staat kassiert dabei 12,9 Prozent Umsatzsteuer und 15 Prozent Gewerbesteuer.
Die ersten 40 Millionen Dollar aus der Gewerbesteuer soll nun für den Bau und die Instandhaltung von Schulgebäuden verwendet werden. Das hatten die Bürger Colorados im vergangenen Jahr bestimmt. Colorados Wähler hatten 2012 für die Legalisierung der Marihuana-Industrie gestimmt. Cannabis-Aktivisten hatten zuvor jahrelang für die Freigabe gekämpft.
Colorado ist der erste US-Staat, der den Verkauf von Marihuana zu nicht medizinischen Zwecken freigegeben hat. Washington will im Laufe dieses Jahres nachziehen. 20 US-Staaten – darunter Colorado und Washington – erlauben bereits den Marihuanakonsum auf Verschreibung des Arztes – wobei die medizinischen Bedingungen unterschiedlich streng sind. Während viele Staaten Marihuana nur bei schweren Erkrankungen wie Krebs erlauben, kann es in Kalifornien schon für Rückenschmerzen verschrieben werden. Auf Bundesebene bleibt Cannabis in den USA jedoch illegal.
Kommentare
presse-presst
#1 — 11. März 2014, 2:21 UhrKiffen als Regierungsmethode
Gebt ihnen allen Drogen "Brave New World" so kann man sie leichter lenken und ein Ruck in der Regierungsmoral und man hat sie alle gesammelt zur "Endverwertung"? Die Esel bei Pinocchio verpackt und in Sklaverei verschickt.
In der Machbarkeitsgesellschaft kann das nur ein Nachteil sein. Kiffkulturen waren meist familiengelenkte Muttergesellschaften, wo Fortschritt eher verpöhnt war und es um die Ahnen und Kinder ging.
Monaco Franze
#1.1 — 11. März 2014, 7:21 UhrDas was Sie anprangern...
wird mit der Droge Alkohol verwirklicht.
(Gehen Sie einfach mal auf einen Parteitag oder eine Wahlkampfveranstaltung...)
Deswegen wird Marihuana ja so verteufelt, deren Konsumenten tendieren
eher dazu zu hinterfragen und sich den allgemeinen Zwängen zu verweigern!
alkoholiststaatsraeson
#2 — 11. März 2014, 2:22 UhrBitte verzichten Sie auf Unterstellungen und belegen spekulative Aussagen ggf. mit Quellen. Danke, die Redaktion/dj
Suryo
#2.1 — 11. März 2014, 8:03 UhrNur drei Punkte
1. ist der gemeine Klatschmohn völlig unbrauchbar zur Gewinnung von Opiaten. Was Sie meinen, ist der Schlafmohn.
2. wird daraus Opium hergestellt, was als Ausgangsstoff für Heroin dient. Kokain stammt dagegen vom südamerikanischen Kokastrauch.
3. kann man Mohn auch außerhalb Afghanistans anbauen, deswegen einen Milliarden Dollar kostenden Krieg zu führen, wäre komplett schwachsinnig.
Dosto
#3 — 11. März 2014, 2:42 Uhr@1 Und was ist Ihr Vorschlag
Das Gesetz wurde vom Volk verlangt. Ihr Vorschlag?
Beraubt das Volk doch allen Freiheiten und schafft ein inhumanes Regierungskonstrukt, frei nach "1984". Wenn das Volk keinen Rausch mehr hat, dann ist es nicht mehr weit bis man den natürlichen Rausch der Liebe erradikadieren kann und eine Schar emotionsloser Sklaven züchtet.
Überzogene und unsachliche Polemik funktioniert in beide Richtungen.
Ich finde es gut, wenn ein solches Gesetz im Sinne des Volkes einige irrationale Gesetzesmauern einreißt. Wir leben in einer Welt in der alles vorgeschrieben ist, warum nicht für ein wenig "Freiheit" plädieren?
via ZEIT ONLINE plus App
mahony
#4 — 11. März 2014, 3:10 UhrEndlich...
... eine Sprache die selbst unsere Regierung verstehen sollte :-)
#1
Canabis Konsumenten sind meiner Erfahrung nach kritisch und durschaus zu differenzierten Sichtweisen fähig.
#2
Afgahnistan ist Opium/Heroin nicht Kokain :-)
H. C. Reiter
#4.1 — 11. März 2014, 6:10 UhrSystemkritik, Wahrnehmung
Persönliche Wahrnehmungen einer einzelnen Person sind allgemein eines der so ziemlich schwächsten Argumente für egal welche Argumentation.
Von daher ist auch Ihre persönliche Erfahrung mit Konsumenten von "Canabis" "durschaus" wenig aussagekräftig.
Ich werde mich jetzt nicht bezüglich der Cannabis-Legalität äußern, aber ich finde es durchaus amüsant, wie gleich in den ersten drei Kommentaren die Namen "1984" und "Brave New World" fallen. Es ist fast schon so, als gelten diese Bücher als universale Regierungskritik - als könnte man sie zu jedem Thema, welches auch nur annähernd mit politischen System oder einfach nur Regierungen zu tun haben könnte, nennen, und entsprechend oft fallen diese Namen auch. Zumindest nehme ich das so wahr.
Aber wer weiß, vielleicht nehme ich diese nur aus besonderer persönlicher Zu- oder Abneigung besonders oft wahr, ebenso wie Sie Cannabis-Konsumenten, die vorallem kritisch mit ihrem Konsum umgehen, aufgrund Ihrer starker, persönlicher Zuneigung überproportional wahrnehmen und die andere Seite dankend ausblenden?