Die EU und die USA haben Sanktionen gegen einflussreiche Personen in Russland verhängt. Die Regierung in Moskau hat mit einer eigenen Liste gekontert. Auf beiden stehen neben Amtsträgern und Beratern der Präsidenten Barack Obama und Wladimir Putin auch Wirtschaftsgrößen. Eine Übersicht:


  • Sergej Mironow, Abgeordneter der Duma und Vorsitzender der Duma-Fraktion der Partei Gerechtes Russland (EU/USA)
  • Sergej Naryschkin, Vorsitzender der Staatsduma (EU/USA)
  • Sergej Iwanow, der Ex-Verteidigungsminister ist Chef der Präsidialverwaltung und gilt als enger Vertrauter Putins. (USA)
  • Wladimir Jakunin, Chef der staatlichen Eisenbahngesellschaft und ein enger Vertrauter Putins (USA)
  • Gennadi Timtschenko, hat das Ölhandelsunternehmen Gunvor mitgegründet und unterhält enge Geschäftsbeziehungen mit Putin. (USA)
  • Arkadi und Boris Rotenberg, gelten als langjährige gute Bekannte Putins. Die Geschäftsleute sollen im Zuge der Olympischen Spiele in Sotschi milliardenschwere Verträge erhalten haben. (USA)
  • Andrej Klischas, unterstützte im russischen Föderationsrat öffentlich die Entsendung von Truppen auf die Krim. (EU/USA)
  • Sergej Aksjonow, hat sich als neuer, moskautreuer Krim-Regierungschef für das Referendum eingesetzt. (EU/USA)
  • Wladimir Konstantinow, teilte Anfang März als Parlamentschef der Krim mit, dass die Halbinsel als eigener Staat existieren solle. (EU/USA)
  • Dmitri Rogosin, russischer Vize-Regierungschef und damit Stellvertreter Dmitri Medwedews, davor war er Nato-Botschafter. (EU/USA)
  • Valentina Matwijenko, die Vorsitzende des Föderationsrates hat Anfang März einem Militäreinsatz auf der Krim im Grundsatz zugestimmt. (EU/USA)
  • Viktor Janukowitsch, ihm wird vorgeworfen, er habe vor seiner Entmachtung als ukrainischer Präsident demokratische Prozesse unterhöhlt. (USA)
  • Wladislaw Surkow, war bis Mai 2013 stellvertretender Ministerpräsident Russlands und kehrte wenig später als Putins Berater zurück. (EU/USA)
  • Alexej Tschaly, warb als Verwaltungschef Sewastopols dafür, die Stadt zu einer separaten Einheit der russischen Föderation zu machen. (EU)
  • Sergej Glasjew, Berater von Präsident Putin (EU)
  • Dmitri Kisseljow, russischer TV-Journalist (EU)
  • Alexander Nossatow, Vize-Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte (EU)
  • Igor Turtschenjuk, laut EU Kommandeur der russischen Truppen auf der Krim (EU)
  • Waleri Kulikow, Vize-Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte (EU)
  • Michail Malyschew, Vorsitzender der Wahlkommission auf der Krim (EU)
  • Waleri Medwedew, Vorsitzender der Wahlkommission von Sewastopol (EU)
  • Jelena Misulina, Abgeordnete der russischen Staatsduma (EU)

Am 15. April hat die EU weitere vier Personen auf die Liste gesetzt:

  • Sergej Arbusow, ehemaliger kommissarischer Ministerpräsident der Ukraine
  • Edward Stawitzki, ehemaliger ukrainischer Energieminister
  • Oleksandr Klymenko, für Steuern zuständiger Minister
  • Juri Iwanjuschtschenko, ukrainischer Abgeordneter

Auf der Liste Russlands stehen:

  • Benjamin Rhodes, berät US-Präsident Obama, unter anderem in Fragen der nationalen Sicherheit.
  • Harry Reid, demokratischer Mehrheitsführer und Fraktionsvorsitzender der Demokraten im US-Senat
  • John Boehner, Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses und hat dafür plädiert, Moskau militärisch und wirtschaftlich unter Druck zu setzen.
  • Robert Menendez, sitzt dem Außenausschuss im Senat vor und ist demokratischer Senator.
  • John McCain hat Obama als prominenter republikanischer Senator vorgeworfen, Putin gegenüber nicht hart genug zu sein.