Griechenland steckt wegen seiner Wirtschaftskrise in der Deflation fest. Die Verbraucherpreise in dem Land fielen im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 1,1 Prozent. Dies teilte die Statistikbehörde Elstat in Athen mit. Es ist der zwölfte Monate in Folge mit Deflation, schrieb die griechische Wirtschaftspresse.

Sinkende Verbraucherpreise über einen längeren Zeitraum werden als Deflation bezeichnet. Diese hemmt die konjunkturelle Entwicklung, denn Konsumenten und Unternehmen warten damit, Geld auszugeben. Sie hoffen darauf, dass Waren, Dienstleistungen und Investitionen noch günstiger werden. Dies kann dazu führen, dass die Verbraucherpreise weiter fallen und die Wirtschaftsleistung des Landes geschwächt wird.

Maßstab ist der von der Europäischen Union verwendete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI). Diesen entwickelte die EU, um Preisänderungen international vergleichen und zu einer Gesamtinflationsrate für Europa und für die europäische Währungsunion zusammenfassen zu können.