Ein Warnstreik im öffentlichen Dienst hat den kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen weitgehend lahmgelegt. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, blieben die meisten Busse sowie Straßen- und U-Bahnen seit 3 Uhr in den Depots. Nur wenige Buslinien privater Betreiber fuhren. Regionalzüge, etwa die der Deutschen Bahn, waren von dem Ausstand nicht betroffen.

Auch die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen und Hessen waren aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. In Bayern und Baden-Württemberg plant ver.di auch Warnstreiks in Rathäusern, Kindertagesstätten, Jobcentern, Bürgerämtern und Sparkassen.

In NRW soll der Ausstand im Nahverkehr bis morgen andauern. Dann will die Gewerkschaft auch mit Warnstreiks an Flughäfen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

In den Verhandlungen für 2,1 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen fordern die Arbeitnehmervertreter eine pauschale Lohnerhöhung von 100 Euro sowie eine Steigerung von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Sie haben noch kein Angebot vorgelegt. Die nächsten Verhandlungen sind für Montag und Dienstag kommender Woche angesetzt.