Bier gilt in manchen Gegenden Deutschlands bereits als Grundnahrungsmittel und weniger als alkoholhaltiges Getränk. Der Durst auf Bier hat hierzulande jedoch stetig nachgelassen. Die Einwohnerzahl sinkt, und eine alternde Gesellschaft trinkt weniger.

Im vergangenen Jahr setzten die Brauereien in Deutschland mit 94,6 Millionen Hektolitern so wenig Bier ab wie seit der Wiedervereinigung nicht. 79,7 Millionen Hektoliter wurden davon im Inland verkauft. Im Ausland stieg insbesondere in den USA und in China die Nachfrage nach deutschem Bier.

Trotz des rückläufigen Umsatzes ist die Zahl der Brauereien 2013 gestiegen. Insgesamt sei in 1349 Braustätten Bier nach deutschem Reinheitsgebot gebraut worden, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 2012 hatte es noch neun Brauereien weniger gegeben. Nach Angaben des Brauer-Bundes werden in Deutschland mehr als 5.000 verschiedene Biere produziert.

Die meisten Brauereien sitzen dabei in Bayern, wie unsere Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat. Auf Platz zwei folgt mit großem Abstand Baden-Württemberg und dann Nordrhein-Westfalen. In diesen drei Bundesländern sind knapp 70 Prozent der deutschen Braustätten ansässig.