Nach monatelangen Verhandlungen erhält Griechenland von den internationalen Geldgebern eine weitere Kreditrate in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Das beschlossen die Euro-Finanzminister in Athen, wie Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem mitteilte.

Das Geld soll bis Ende April überwiesen werden. Nötig ist zuvor auch noch eine Zustimmung des Bundestags. Zwei weitere Raten in Höhe von jeweils einer Milliarde Euro werden an Auflagen geknüpft und sollen im Juni und Juli an die Regierung in Athen überwiesen werden.

Die Hilfsmilliarden wurden bislang aufgrund schleppender Reformanstrengungen der Regierung in Athen seit Monaten blockiert. Die internationale Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds hatten ihre Prüfmission zwischenzeitlich sogar unterbrochen, die Ungeduld der Eurogruppe nahm vernehmbar zu.


Zur Überweisung an Athen stehen grundsätzlich 8,3 Milliarden Euro bereit. Mit der Auszahlung der ersten Rate im April soll auch eine Diskussion um die Finanzlage Griechenlands vor den Europawahlen am 27. Mai vermieden werden. 

Angesichts einer erwarteten Rückkehr Griechenlands zu einem Wirtschaftswachstum besteht die Hoffnung, sich nach Abschluss des Hilfsprogramms am Ende des Jahres von den Geldgebern loszulösen. "Die griechische Wirtschaft macht eine Wende, die Aussichten sind besser", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn.