Im Tarifstreit für die 2,1 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Verständigung erzielt. Das noch nicht näher bekannte Ergebnis steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Tarifkommissionen der Gewerkschaften, die am Nachmittag zu Beratungen zusammenkamen.

Die dritte Verhandlungsrunde unter der Leitung von Innenminister Thomas de Maiziére und Verdi-Chef Frank Bsirske hatte am Mittag begonnen. Ohne eine Verständigung drohen unbefristete Streiks.

Verdi und der Beamtenbund hatten für die Beschäftigten ein Gehaltsplus von 100 Euro pro Monat und zusätzlich eine Erhöhung um 3,5 Prozent gefordert. Die Arbeitgeber hatten die Höhe der Forderung jedoch als maßlos überzogen kritisiert. Streit gab es bis zuletzt über den geforderten Sockelbetrag von 100 Euro, der als soziale Komponente gerade unteren Einkommen helfen soll.