Deutschland liegt bei seinen Arbeitskosten innerhalb der Europäischen Union auf Platz sieben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zahlten Arbeitgeber hierzulande im Jahr 2013 im Durchschnitt 31,70 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde – und damit 34 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Die höchsten Arbeitskosten hatte Schweden mit 43,00 Euro, die niedrigsten Bulgarien mit 3,70 Euro. Im Nachbarland Frankreich lagen die Arbeitskosten bei 35,00 Euro.

Im EU-Vergleich auf Rang fünf landeten die deutschen Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht. Hier kostete eine Arbeitsstunde im vergangenen Jahr im Schnitt 36,20 Euro. Damit sei eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie 48 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt, erklärten die Statistiker.

Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. 2013 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten unter dem EU-Durchschnitt von 31 Euro. Im Vergleich lag Deutschland damit im Mittelfeld auf Platz 16. Die höchsten Lohnnebenkosten gibt es laut Statistik in Schweden mit 51 Euro und in Frankreich mit 47 Euro. In Malta sind sie mit zehn Euro am niedrigsten.

Zu den Lohnnebenkosten gehören vor allem die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung und Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall.