Die US-Bundespolizei FBI und die Börsenaufsicht SEC untersuchen, ob der Großinvestor und Multimilliardär Carl Icahn in einen Insiderhandel verwickelt ist. Sie prüfen, ob der Spitzen-Golfer Phil Mickelson und der Profi-Glücksspieler William Walters 2011 illegal an der Börse handelten, und zwar basierend auf Informationen, die sie von Icahn bekommen hätten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Sie bestätigte damit einen Bericht des Wall Street Journal.

Es gebe aber gegen keine der drei Personen konkrete Anschuldigungen wegen eines Fehlverhaltens. Die Ermittlungen sollen dem Bericht zufolge schon vor drei Jahren begonnen haben. Sie sind Teil einer umfangreichen Überprüfung von mutmaßlichem Insiderhandel durch die US-Behörden.

Carl Icahn sagte, er wisse nichts von einer Untersuchung. Er habe in seiner 50-jährigen Laufbahn als Investor niemals Insider-Informationen weitergegeben. Mickelson, der in der Rangliste der weltbesten Golfer auf Platz 11 steht, erklärte nach einer Befragung durch FBI-Beamte, er habe nichts Falsches getan und arbeite mit den Behörden zusammen. Walters, der vor allem mit Sportwetten reich geworden ist, wies telefonische Aufforderungen zu einer Stellungnahme ab.

Clorox-Aktien legten nach Kaufangebot zu

Bei der Untersuchung geht es um Geschäfte mit Papieren des Haushaltswaren-Konzerns Clorox. Mickelson und Walters sollen Optionen der Firma gekauft haben, wenige Tage bevor Icahn 2011 erklärte, den Haushaltswarenkonzern kaufen zu wollen. Der Milliardär hatte einen Anteil von 9,1 Prozent an Clorox angehäuft. Im Juli 2011 gab er ein Angebot für die Firma ab, das sie mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertete. Clorox-Aktien legten daraufhin deutlich zu.

Neben den Clorox-Geschäften gehe es um den Handel von Mickelson und Walters mit Aktien des Unternehmens Dean Foods, berichtet das Wall Street Journal. Diese Geschäfte hätten offenbar aber nichts mit Icahn zu tun. Der Milliardär behauptet, er habe noch nie Aktien von Dean Foods gekauft.