ZEIT ONLINE: Herr Zilibotti, Russland und China schließen einen spektakulären Gasdeal ab. Ist das der Startschuss für weitere Geschäfte Russlands ohne den Westen?

Fabrizio Zilibotti: Die russische und die chinesische Wirtschaft profitieren voneinander. Russland liefert Güter, die China dringend braucht. Und China wiederum hat dynamische Technologie-Unternehmen, von denen Russland profitiert. Aus ökonomischer Sicht ist eine Zusammenarbeit also sehr natürlich.

ZEIT ONLINE: Aber bahnt sich hier ein Paradigmenwechsel an?

Zilibotti: Nein, das glaube ich kaum. China wird weiter zwischen den Interessen verschiedener Länder hin- und herpendeln. Peking wird sich nicht gegen die USA oder die EU stellen.

ZEIT ONLINE: Was verändert der Gasdeal für China?