Unter der Wirtschaftskrise haben Menschen mit geringem Einkommen stärker gelitten als Besserverdienende. Das zeigen Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Zwischen 2007 und 2011 stagnierten die verfügbaren Haushaltseinkommen in den OECD-Staaten – das Einkommen der unteren zehn Prozent der Bevölkerung nahm in diesem Zeitraum dagegen um 1,6 Prozent pro Jahr ab.

Besonders deutlich wird die Kluft in Spanien, wie die Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat. Die zehn Prozent der spanischen Bevölkerung mit den höchsten Einkommen mussten relativ geringe Abschläge hinnehmen; bei den unteren zehn Prozent reduzierten sich die Einkommen dagegen um mehr als ein Zehntel. In keinem anderen OECD-Land war die Schere so groß.

Aber auch in Griechenland, Irland und Italien zeigt sich diese Entwicklung: Die Reicheren hatten generell kleinere Einbußen als die Ärmeren. In den USA, Frankreich und Österreich vergrößerte sich die Einkommensschere, weil dort die unteren zehn Prozent an Einkommen verloren, während für die oberen zehn Prozent das Haushaltseinkommen stieg.