Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren weiter drosseln. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der Fed kündigte an, die monatlichen Anleihekäufe um weitere zehn Milliarden Dollar auf nun 25 Milliarden Dollar zu reduzieren. Den Leitzins beließ die Notenbank wie erwartet auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

Senkt die Fed den Kauf von Staatsanleihen künftig in gleichem Tempo weiter, wird die Konjunkturmaßnahme im Oktober beendet sein. Einige Zeit danach könnte der Leitzins angehoben werden, heißt es in der Mitteilung.

Die Mitglieder des Offenmarktausschusses stellten fest, dass sich die Konjunktur von dem winterbedingten Einbruch zu Jahresbeginn erholt habe. Die Wirtschaft werde "mit moderater Geschwindigkeit" wachsen, hieß es in der Erklärung. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessere sich weiter, allerdings gebe es hier noch eine "signifikante Unterauslastung" der Ressourcen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA stieg von April bis Ende Juni mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,0 Prozent. Das ergab eine Schätzung des Handelsministeriums. "Unsere Wirtschaft wächst mit großer Stärke", sagte Präsident Barack Obama. Zudem gehe auch die Arbeitslosigkeit erfreulich zurück.

Positive Entwicklung bei Konsum und Exporten

Experten hatten erwartet, dass die Wirtschaft um etwa drei Prozent wachse. Der positive Trend sei vor allem auf gestiegenen Konsum, private Investitionen sowie auf den Export zurückzuführen.

Das Handelsministerium korrigierte zudem die BIP-Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres. Die Wirtschaft war demnach mit einem Wert von 2,1 Prozent geschrumpft statt mit 2,9 Prozent, wie zuvor mitgeteilt.