Im jahrelangen Streit um zweifelhafte Hypothekengeschäfte hat sich die Bank of America mit US-Behörden auf einen Vergleich in Höhe von insgesamt 16,65 Milliarden Dollar geeinigt. Die Zahlung verteilt sich auf eine Strafe von 9,65 Milliarden Dollar, die restlichen sieben Milliarden sollen den Schuldnern der Bank zugutekommen, sagte US-Justizminister Eric Holder. Es ist die höchste Strafzahlung, die jemals von einer Bank in den USA gezahlt wurde.

Grund für die Auseinandersetzung mit den US-Behörden war der Verkauf von hypothekengestützten Anlagen, die wesentlicher Auslöser für die Finanzkrise waren. Ähnliche Einigungen hatten die US-Behörden zuvor bereits mit den Großbanken Citigroup und JPMorgan Chase erzielt. Die Strafen fielen in diesen Fällen allerdings deutlich niedriger aus.

Die Verhandlungen zwischen der Bank und dem Justizministerium hatten sich monatelang hingezogen. Das Geldhaus wollte zunächst deutlich weniger zahlen. Mitte Juni standen die Verhandlungen deswegen kurzzeitig vor dem Scheitern. 

Im März hatte sich das Institut dazu bereit erklärt, die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit 9,5 Milliarden Dollar zu entschädigen. Insgesamt hat die Bank of America bisher rund 60 Milliarden Dollar für seine Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise gezahlt.