Jörg Quoos hört als Chefredakteur des Magazins Focus auf. Seinen Posten soll der frühere Chef der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Ulrich Reitz, übernehmen, berichten die Medienportale Horizont.net und meedia.de.

Die Auflage des Focus  ist stark zurückgegangen. Binnen zehn Jahren fiel die Zahl der Abonnenten von 300.000 auf zuletzt 175.000. Ähnlich war es mit den am Kiosk verkauften Heften: Die Zahl fiel von 200.000 vor zehn Jahren auf heute im Schnitt 77.000 Magazine pro Ausgabe. Quoos war vor 20 Monaten von der Bild-Zeitung zum Focus geholt worden, um die Auflage zu stabilisieren.

Laut Horizont.net erhofft sich der Verlag Burda, zu dem der Focus gehört, von Reitz eine stärkere Profilierung des Magazins. Es solle wieder zu einer relevanten Medien-Marke werden. 

Unter Quoos sei der Titel im journalistischen Mainstream der Republik mitgeschwommen, habe aber kaum eigene inhaltliche Akzente gesetzt. In einer Mitteilung des Burda-Verlages heißt es, Quoos sei wegen "unterschiedlicher Auffassung bezüglich der künftigen Ausrichtung des Magazins" gegangen.

Reitz arbeitete von 1993 bis 1997 beim Focus als Parlamentsredakteur. Seitdem genieße er die Wertschätzung von Hubert Burda, berichtet Horizont.net.