Länder, die wirtschaftlich sehr stark von ihren Rohstoffvorkommen abhängen, besitzen oft reiche Ölquellen. Die Republik Kongo beispielsweise oder Saudi-Arabien. Die Infografik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat, zeigt den Grad der Abhängigkeit für ausgewählte Staaten. Basis sind die Entwicklungsindikatoren der Weltbank

Am stärksten hängt die Republik Kongo von ihren Rohstoffen ab. Die Erträge der natürlichen Ressourcen machen dort mehr als 73 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Fast alles davon, 72 Prozent des BIP, sind Ölerlöse. Anders sieht es in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo aus: Dort machen die natürlichen Rohstoffe mehr als 50 Prozent der Wirtschaftsleistung aus, und jeweils ungefähr die Hälfte davon entfällt auf mineralische Bodenschätze und Holz.

Die Statistik enthält ein paar übliche Verdächtige, etwa die Ölländer Saudi-Arabien oder Irak. Aber auch im Schwellenland Russland und dem industrialisierten Norwegen macht das Öl einen großen Teil des Bruttoinlandsprodukts aus. In Deutschland ist der Anteil der Rohstoffe an der Wirtschaftsleistung relativ klein. Kein Wunder: Deutschland besitzt kaum eigene Bodenschätze.

Die Weltbank-Daten zeigen aber auch: Abgesehen von den Ölstaaten des Nahen und Mittleren Ostens sind es vor allem arme Länder, für die der Verkauf der natürlichen Ressourcen die wichtigste wirtschaftliche Aktivität darstellt. Ob das Zufall ist, ob ihnen wegen ihrer Unterentwicklung nichts anderes bleibt, oder ob die Armut vielmehr eine Folge ihres Rohstoffreichtums ist, das lässt sich mit den Daten der Weltbank freilich nicht belegen.