Alle Germanwings-Flüge, die laut Plan am Freitag zwischen 6 Uhr und 12 Uhr von deutschen Flughäfen aus starten sollen, will die Pilotengewerkschaft Cockpit bestreiken. Damit wären an sieben deutschen Flughäfen 164 Flüge betroffen.    

Vertreter von Lufthansa und Cockpit wollen sich heute zu einer kurzfristig anberaumten Verhandlungsrunde treffen. Der Ausstand könnte noch abgewendet werden, sollte es dabei zu einer Einigung kommen, teilte die Gewerkschaft mit. Sie forderte eine "Korrektur der vom Management bislang erhobenen tiefgreifenden Forderungen". Man bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden von Germanwings.


Der Lufthansa-Konzern kritisierte die Gewerkschaft Cockpit: "Wir bedauern die Streikankündigung sehr, insbesondere die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten für die Kunden der Germanwings." Das Unternehmen prüfe nun, wie es auf die Streikdrohung reagieren wolle.

Streitpunkt im Tarifkonflikt ist momentan eine Übergangsrente für die 5.400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Die Piloten des Konzerns hatten bereits Anfang April mit einem dreitägigen Streik Europas größte Fluglinie weitgehend lahmgelegt.