Die deutsche Wirtschaft verliert an Schwung – und das erstmals seit einem Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nach dem rasanten Start ins laufende Jahr bekam die deutsche Konjunktur damit den von vielen Volkswirten erwarteten Dämpfer. 

Grund waren ein schwächelnder Außenhandel sowie ein Rückgang der Investitionen. Demnach stiegen die Exporte im Vergleich zum ersten Quartal weniger stark als die Importe. Das habe sich laut des Statistikamts negativ auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung ausgewirkt. Dagegen hätten die privaten Verbraucher und die öffentlichen Haushalte ihren Konsum jeweils etwas gesteigert.

Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft um 0,7 Prozent zugelegt. Die Statistiker hatten den Wert von ursprünglich 0,8 Prozent nachträglich nach unten korrigiert. Sie führen den Aufschwung zu Beginn des Jahres unter anderem auf das gute Wetter und kräftige Zuwachsraten zurück. So habe etwa die Baubranche vom milden Winter profitiert.

Die Daten für den europäischen Währungsraum werden noch am Vormittag veröffentlicht. Experten rechnen mit einem BIP-Wachstum von 0,1 Prozent.