Der Ukraine-Konflikt schlägt auch auf die deutschen Exporte nach Russland durch. Die Ausfuhren in das Land sanken im August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Bereits 2013 und damit vor Beginn der Sanktionen hatte der Außenhandel mit Russland deutlich abgenommen. Im Vorjahr sank das Exportvolumen um mehr als fünf Prozent, während es in den Jahren zuvor jeweils deutlich gestiegen war. Seit Beginn der Sanktionen Anfang dieses Jahres gingen die Exporte allerdings deutlich stärker zurück. In den ersten acht Monaten 2014 nahmen sie um 16,6 Prozent ab und sanken damit auf einen Wert von 20,3 Milliarden Euro.

Die Entwicklung des Außenhandels mit Russland verläuft gegen den Trend. Deutschlands Exporte insgesamt stiegen bis Juli dieses Jahres um 8,5 Prozent und erreichten damit einen Höchstwert. Auf der Liste der wichtigsten Empfängerländer für Produkte made in Germany sackte Russland auf Rang 13 ab. Im Jahr 2013 belegte Moskau noch den elften Platz.

Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, sprach sich für ein Ende der Sanktionen aus. Bei einem Treffen mit Unternehmern in Moskau sei ihm "ein Sturm der Entrüstung" entgegengeschlagen, sagte er dem rbb-Inforadio. "Wir haben nicht das geringste Verständnis dort angetroffen."