Elektrozigaretten fallen nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht unter die Medikamente. Damit müssen die nikotinhaltigen Flüssigkeiten, die in den E-Zigaretten verdampfen, nicht zugelassen werden. Sie können weiterhin in Tabakläden verkauft werden.

Die E-Zigaretten seien nicht als Arzneimittel eingestuft worden, da kein therapeutischer Zweck und keine positive gesundheitliche Wirkung der sogenannten Liquids zu erkennen sei, entschied das Gericht. Es gab damit den Klagen einer ehemaligen Ladenbesitzerin aus Wuppertal sowie zweier E-Zigaretten-Hersteller in dritter und letzter Instanz recht.

Das Gericht urteilte zudem, dass Äußerungen des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums unzulässig gewesen seien. Es hatte davor gewarnt, mit E-Zigaretten und Liquids zu handeln. Zudem warnte es davor, dass Liquids nur verkauft werden dürften, wenn eine arzneimittelrechtliche Zulassung vorliege. Die Aussage sei unzulässig, weil sie eine verbotsähnliche Wirkung hätte.