Russland fürchtet wegen der Wirtschaftssanktionen einen Verlust von 32 Milliarden Euro pro Jahr. Aufgrund des niedrigen Ölpreises verliere das Land weitere 80 Milliarden Euro. Das teilte der russische Finanzminister Anton Siluanow mit. Die Verluste wegen der Sanktionen entsprechen knapp zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des vergangenen Jahres. Die Verluste im Ölgeschäft würden sogar fünf Prozent des BIP ausmachen.

Wegen Russlands Verhalten in der Ukraine-Krise haben die EU und die USA seit dem Frühjahr Sanktionen gegen das Land verhängt. Infolgedessen brach der Kurs des Rubels ein und die Inflation stieg. Investoren zogen etwa 100 Milliarden Euro aus Russland ab. Die Strafmaßnahmen richteten sich vor allem gegen die Energie- und Rüstungsindustrie.

Auch der niedrige Ölpreis schwächt die russische Wirtschaft. Öl und Gas sind die wichtigsten Einnahmequellen des Landes. Der Ölpreis ist seit Juni um 30 Prozent gefallen.