Russische Finanzinstitute geraten durch die Sanktionen aus dem Westen immer mehr in Bedrängnis. Nach eigenen Angaben hat nun auch die staatlich finanzierte VTB  öffentliche Hilfen im Milliardenbereich erhalten: 100 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden Euro) seien ihr zur Verfügung gestellt worden, teilte die Bank mit.

Weitere 150 Milliarden Rubel sollen bis Ende März überwiesen werden, teilte das Kreditinstitut mit. Das Geld stamme aus einem nationalen Hilfsfonds. In diesen seien in den vergangenen Jahren Teile der russischen Öleinnahmen eingezahlt worden. Die VTB wolle das Geld nutzen, um öffentliche Infrastrukturprojekte zu finanzieren, teilte die Bank mit.

Die VTB ist eines von fünf russischen Kreditinstituten, die seit dem Sommer sanktioniert werden. Das erschwert es den Banken, sich Geld auf den westlichen Finanzmärkten zu besorgen. Im Oktober teilte die VTB mit, sie habe gemeinsam mit der Sberbank und der Wneschekonombank vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EU-Sanktionen geklagt.

Neben den Sanktionen hat der russische Bankensektor zusätzlich mit einem starken Wertverlust des Rubels zu kämpfen. Ministerpräsident Dmitri Medwedew sagte bereits am Montag, er habe eine Kapitalspritze von einer Billion Rubel für die Branche freigegeben.