Erstmals seit März vorigen Jahres sind in Deutschland wieder mehr als drei Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Im Januar verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit (BA) 3,032 Millionen Arbeitslose. Das seien 268.000 mehr gewesen als im Dezember, aber 104.000 weniger als ein Jahr zuvor, teilte die BA mit.

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, der Anstieg sei allein der üblichen Winterpause geschuldet. Insgesamt knüpfe der Arbeitsmarkt an die gute Entwicklung des Vorjahres an. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosenzahl um 9.000 zurück.

Ohne die zum Jahreswechsel in Kraft getretene Mindestlohn-Regelung wäre die Winter-Arbeitslosigkeit aber wahrscheinlich noch geringer ausgefallen, sagen die meisten Beobachter. "Der Mindestlohn hat die Entwicklung im Januar sicher etwas gedämpft", sagte etwa der Arbeitsmarktexperte des Münchner Ifo-Instituts, Steffen Henzel. Bisher dürften allerdings hauptsächlich niedrig vergütete Minijobs davon betroffen sein, sagte er.