Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar trotz Griechenland-Krise und Ukraine-Krieg den vierten Monat in Folge verbessert – allerdings nur minimal. Das Ifo-Geschäftsklima-Barometer kletterte von 106,7 auf 106,8 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. 

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte: "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich robust gegenüber den geopolitischen Unsicherheiten." Die Führungskräfte beurteilten ihre Lage etwas schlechter als im Vormonat, ihre Geschäftsaussichten hingegen optimistischer.

Das liegt unter anderem am gesunkenen Ölpreis und des schwächeren Euro, die derzeit wie ein zusätzliches Konjunkturprogramm wirken: Billigere Energie spart Unternehmen wie Verbrauchern viele Milliarden, während die Abwertung der Währung deutsche Waren in Übersee verbilligt. Rekordbeschäftigung und steigende Löhne schieben den Konsum zusätzlich an.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten die niedrigen Ölpreise und der schwache Euro vor allem der exportorientierten Industrie geholfen.

Viele Ökonomen gehen inzwischen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um bis zu zwei Prozent wachsen kann. 2014 waren es 1,6 Prozent.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich aus der Befragung von rund 7.000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt.