Die Commerzbank hat einem Vergleich mit der US-Justiz zugestimmt, in dem sich das Unternehmen verpflichtet, 1,45 Milliarden Dollar Strafe zu zahlen. Aufgrund der Einigung werde die Bank nicht weiter strafrechtlich verfolgt, teilte die New Yorker Finanzaufsicht mit. Die USA hatten der Commerzbank vorgeworfen, Sanktionen gegen den Iran und den Sudan missachtet zu haben.

Zwischen 2002 und 2008 habe die Commerzbank für iranische und sudanesische Kunden 253 Milliarden Dollar transferiert, teilte das US-Justizministerium mit. Das Unternehmen habe versucht, die Geschäfte geheim zu halten. Daten seien gelöscht worden, mit denen die Kunden hätten identifiziert werden können.

Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing sagte: "Wir nehmen diese Verstöße sehr ernst und bedauern die Versäumnisse, die zu der heutigen Ankündigung geführt haben." Der Jahresgewinn seines Unternehmens fällt aufgrund der Strafzahlung um 56 Prozent niedriger aus als angekündigt. Die vorläufig berichteten 602 Millionen Euro wurden auf 264 Millionen Euro herabgesetzt.

Die USA ermitteln derzeit gegen die Deutsche Bank. Die sicherte zu, während der Untersuchung zu kooperieren. Im vergangenen Jahr hatten US-Behörden bereits gegen ein europäisches Geldhaus eine hohe Geldstrafe verhängt. Die französische Bank BNP Paribas musste 8,9 Milliarden Dollar zahlen. Sie soll Embargos gegen den Sudan, den Iran und Kuba gebrochen haben.