Wenn von der Zukunftsfähigkeit Deutschlands gesprochen wird, ist meist von fehlenden Infrastruktur-Investitionen die Rede. Von Straßen mit Schlaglöchern, maroden Brücken, fehlenden Glasfaserkabeln für schnelles Internet. Es ist einfach, darüber zu diskutieren. Der Investitionsbedarf lässt sich geographisch verorten und vermeintlich exakt beziffern; und für die Politik scheint die Aufgabe wunderbar klar: Sie muss Straßen bauen und Kabel verlegen, damit die Wirtschaft läuft und das Land für die Zukunft gerüstet ist. Das ist die Arbeitshypothese.   

Dabei wäre Bildung viel wichtiger als Stahl und Beton. 

Über den Zustand der deutschen Schulen gibt es aber kaum valide Daten, obwohl in den vergangenen Jahren auch ihre Probleme diskutiert wurden. In die Schulen wird investiert – etwas mehr als 60 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Trotzdem fehlen Sport- und Schwimmhallen, Eltern müssen putzen und der Putz bröckelt von vielen Schulwänden.    

Wie schlecht geht es Deutschlands Schulen wirklich? Niemand hat die Daten, um die Frage zu beantworten. Und weil in Deutschland so viele verschiedene politische Ebenen für die Schulen zuständig sind, gibt es  keine zentrale Stelle, die sich daran machen könnte, die Informationen zu erheben und zu bündeln.     

Das wollen wir ändern. Wir wollen uns einen Überblick verschaffen: Wie groß ist Deutschlands Schulmisere? Was stört Eltern besonders? Wofür und an welchen Orten fehlt Geld? Dafür brauchen wir die Hilfe unserer Leser. Berichten Sie uns, wie die Lage an der Schule Ihrer Kinder ist! Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge.