Der Münchner Feinkosthändler und Wiesn-Wirt Gerd Käfer ist tot. Der 82-Jährige erlag am frühen Samstagmorgen einem Krebsleiden. Seine Ehefrau Uschi Ackermann bestätigte einen entsprechenden Bericht der Münchner Abendzeitung. Käfer starb im Beisein seiner Frau und seines Sohnes Michael in seiner Wohnung im Stadtteil Bogenhausen. 

Käfer arbeitete beinahe 60 Jahren in der Gastronomie. Das Kolonialwarengeschäft seiner Eltern baute er mit seinem Bruder zu einer Feinkostboutique aus, gründete einen Partyservice und später ein Edelrestaurant. In den siebziger Jahren machte er sich mit extravaganten Partys einen Namen in der Münchener High Society. Seit 1971 war Käfer auch auf dem Münchener Oktoberfest als Wirt aktiv, die Käfer Wiesn-Schänke ist bis heute auf dem Volksfest vertreten. Ab den späten Siebzigern trat Käfer außerdem als Nachtclubbesitzer und Autor von Kochbüchern in Erscheinung.  

Gerd Käfer bekochte unter anderem Königin Elisabeth II. von England, Michail Gorbatschow sowie fast alle US-Präsidenten zwischen 1960 und 2010.

Käfer soll in München beerdigt werden, ein Termin stand zunächst noch nicht fest. Laut Abendzeitung hat Käfer seine eigene Beerdigung bereits vor Jahren geplant, einen Grabstein bestellt und ein Abschiedsvideo an seine Verwandten aufgenommen, das bei der Beisetzung abgespielt werden soll.