Erneut ist in China ein Chemiewerk von einer Explosion erschüttert worden. Nur zehn Tage nach der Katastrophe von Tianjin gab es einen Unfall in einer Fabrik in Zibo in der Provinz Shandong, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Dabei sei ein Mensch gestorben, neun wurden verletzt.

Am Samstagabend habe es eine Detonation gegeben. Das dabei ausgelöste Feuer sei am Sonntag gelöscht worden, hieß es. Es sei keine Verseuchung der Umgebung festgestellt worden.

Die Fabrik gehört dem Unternehmen Shandong Runxing Chemical Technology. Die Firma produziert die Chemikalie Adiponitril, die bei Verbrennung giftige Dämpfe produzieren kann. Der Stoff wird unter anderem bei der Produktion von Nylon benutzt.

Bei der Explosion in einem Chemielager in Tianjin am 12. August waren mindestens 121 Menschen ums Leben gekommen, noch immer werden 54 vermisst. Zudem trat hochgiftiges Zyanid aus. Der Grund wird noch untersucht. Medien berichteten, das Lager sei zu nahe an Wohngegenden angesiedelt gewesen und könne gefälschte Sicherheitsgenehmigungen gehabt haben.