Die Vereinten Nationen haben die neuen Entwicklungsziele verabschiedet. Die Agenda enthält 17 Kernziele und 169 Unterziele, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die UN-Staaten verpflichten sich mit den Zielen unter anderem dazu, weltweite Armut zu beenden und Hunger zu stoppen. Außerdem stehen ehrgeizige Klimaschutzziele auf der globalen Entwicklungsagenda.  

Vertreter der Mitgliedstaaten billigten den Plan während des UN-Nachhaltigkeitsgipfels in New York. Die Einigung legt fest, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen sowie bezahlbarer Energie erhalten sollen. Das Wirtschaftswachstum soll nachhaltig gestaltet, die Infrastruktur ausgebaut werden.

Vertreter aus 193 UN-Staaten hatten die Agenda Anfang August vereinbart. Der Katalog führt die zur Jahrtausendwende beschlossenen Millenniumsziele fort, die den Zeitraum bis 2015 abgedeckt hatten. 

Ein weltweites System von Indikatoren, mit denen die Umsetzung der Ziele geprüft werden könnte, soll bis zum Frühjahr 2016 geschaffen werden.  

Zum Auftakt des Gipfels hatte Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai den freien Zugang von Kindern in aller Welt zu Schulen gefordert. "Bildung ist ein Recht. Bildung ist Frieden", sagte die 18-Jährige. Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin war im Oktober 2012 bei einem Taliban-Attentat schwer verletzt worden. Im vergangenen Jahr wurde sie für ihr Engagement für das Recht auf Bildung und für die Rechte von Mädchen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.