Der britische Brauereikonzern SABMiller hat sich mit der Übernahme durch den Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev aus Belgien einverstanden erklärt. Es sei eine Grundsatzeinigung zwischen beiden Konzernen getroffen worden, teilte das britische Unternehmen mit.

Anheuser-Busch soll demnach insgesamt 71 Milliarden Pfund (96 Milliarden Euro) zahlen, das ist noch etwas mehr als das am Montag vorgelegte vierte Angebot.

Es waren keine einfachen Verhandlungen, die der Einigung vorangegangen waren. Seit dem ersten Gebot vom 16. September hatte es Spannungen zwischen den beiden Unternehmen gegeben. AB InBev warf SABMiller vor, nicht ernsthaft zu verhandeln. SABMiller erklärte dagegen, die vorhergehenden Angebote hätten unter dem Wert des Unternehmens gelegen.  

Mit der Übernahme entsteht ein Brauriese neuer Dimension: Weltweit wird künftig etwa jedes dritte Bier aus einer Brauerei des fusionierten Konzerns kommen. Aus dem Hause AB InBev kommen Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois oder in Deutschland Beck's und Franziskaner. Der Konzern war 2008 aus der Fusion der belgisch-brasilianischen InBev-Gruppe mit dem US-Braukonzern Anheuser Busch entstanden. SABMiller verkauft unter anderem Pilsner Urquell, Miller und Grolsch.