Der neue Flughafen Berlin Brandenburg soll wie geplant 2017 den Betrieb aufnehmen. Das teilte Berlins Regierender Bürgermeister und BER-Aufsichtsratschef Michael Müller (SPD) mit. "Obwohl es jeden Tag schwieriger und enger wird: Es ist immer noch möglich, 2016 den Bau zu beenden und 2017 zu fliegen", sagte Müller laut Tagesspiegel. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, der Aufsichtsrat könne den Eröffnungstermin auf 2018 verschieben.

"Wir wollen den Druck im Kessel lassen", begründete Müller die Entscheidung. Insgesamt sei die Situation auf der Baustelle mittlerweile "überschaubar und beherrschbar". Ähnlich äußerte sich BER-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld. "Wir alle glauben, dass es möglich ist", sagte er.

In einem Interview hatte Müller zuvor nicht ausschließen wollen, dass der Flughafen doch erst 2018 an den Start gehen könnte. "Ich glaube nicht, dass es eine entscheidende Frage ist, ob wir Ende 2017 oder vier Wochen später eröffnen", hatte Müller der Berliner Zeitung gesagt. Die Eröffnung hängt auch davon ab, wann das Bauordnungsamt des Flughafen-Landkreises Dahme-Spreewald notwendige Genehmigungen für den Umbau der komplexen Brandschutzanlage vorlegt.

Regelung für Regierungsterminals

Im Streit um den Standort des künftigen Regierungsterminals stellte Müller eine Einigung im Grundsatz vor. Die aus sechs Varianten gewählte Planung sieht vor, dass der Protokollbereich für Staatsgäste rund fünf Jahre nach der Eröffnung des Flughafens in Betrieb gehen kann. Die Flächen dafür, die der Flughafen für zivilen Verkehr beansprucht hatte, sollen dem Bund demnach Stück für Stück übergeben werden. Gleichzeitig werden zusätzliche Stellplätze für Flugzeuge gebaut. Über mögliche Kostensteigerungen für das Projekt soll bei der nächsten Aufsichtsratssitzung beraten werden.

Der nach Frankfurt und München drittgrößte deutsche Flughafen Berlin Brandenburg sollte eigentlich 2011 in Betrieb gehen. Vier Eröffnungstermine sind bereits geplatzt, weil die Brandschutzanlage nicht funktionierte und andere Mängel im Abfertigungsgebäude zutage traten.