Seit dem Beginn der Finanzkrise ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Griechenland auf 74 Prozent gestiegen. Im Jahr 2008 habe die Quote noch bei 40 Prozent gelegen, heißt es in einem Bericht des griechischen Wirtschaftsforschungsinstituts Kepe (Centre of Planning and Economic Research). Am stärksten betroffen sei die produktivste Altersgruppe von 30 bis 44 Jahren. 

Dem Bericht zufolge waren im vierten Quartal des Jahres 2008 rund 178.000 Griechen länger als zwölf Monate ohne Arbeit; Ende 2015 lag die Zahl bei 872.000 Menschen und damit mehr als vier Mal so hoch. In diesem Zeitraum seien auf Grund der Krise mehr als eine Million Arbeitsplätze verloren gegangen – doppelt so viele, wie in den vorhergehenden Boom-Jahren zwischen 2001 und 2008 geschaffen worden waren.

Vor allem das Baugewerbe hat der Studie zufolge gelitten – hier fielen rund 245.000 Jobs weg. Auch das verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von 206.000 Stellen und der Handel mit 178.000 Arbeitsplätzen weniger gehören laut Kepe zu den Verlierern der Krise.