Die deutsche Wirtschaft hat zwischen März und Juli dieses Jahres erneut zugelegt. Nach dem Anstieg von 0,7 Prozent Anfang 2016 wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch deutlich langsamer. Es ist um 0,4 Prozent höher als im ersten Quartal. Das geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamts hervor.

Verantwortlich für das Wachstum ist etwa der Anstieg der Exporte. Nach vorläufigen Berechnungen nahmen sie im Vergleich zu dem ersten Quartal zu. Importe sind demgegenüber leicht rückläufig. Eine weitere Ursache für die positive Entwicklung sind die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Gebremst wurde das Wachstum lediglich durch schwache Bruttoinvestitionen – besonders in Ausrüstungen und Bauten wurde nach dem starken ersten Quartal weniger investiert.

Auch im Vergleich mit 2015 hat das Wirtschaftswachstum zugenommen: Das preisbereinigte BIP stieg im zweiten Quartal 2016 um 3,1 Prozent und damit so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Korrigiert um den Kalendereinfluss ergibt sich aktuell ein BIP-Wachstum von 1,8 Prozent (nach 1,9 Prozent im ersten Quartal 2016).

Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland ebenfalls erneut gesunken: 43,6 Millionen Menschen erbrachten laut Statistischem Bundesamt im zweiten Quartal 2016 die erfasste Wirtschaftsleistung. Das waren 529.000 Personen oder 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.