Ein Treffen zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und den Lufthansatöchtern Eurowings und Germanwings hat keine Annäherung gebracht. Die Gewerkschaft habe das Angebot von Eurowings, die offenen Tarifvertragsthemen durch eine Schlichtung zu klären, nicht angenommen, teilte das Unternehmen mit. Die Flugbegleiter von Eurowings und Germanwings haben mit zwei weiteren Streiktagen in der kommenden Woche gedroht, falls es keine Einigung gebe.

Am Donnerstag waren wegen des Doppelstreiks der Flugbegleiter bei den Eurowings-Teilgesellschaften Eurowings und Germanwings 393 von 551 geplanten Flügen ausgefallen, an mehreren deutschen Flughäfen waren 40.000 Passagiere betroffen. Am Freitag lief der Betrieb wieder im normalen Umfang.

In dem Tarifstreit bei Eurowings geht es um die Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter. Bei Germanwings soll über Teilzeitregelungen für die Kabinenmitarbeiter verhandelt werden.

Die Vorwürfe gehen hin und her

Es sei offensichtlich, dass die Gewerkschaft weder eine Lösung auf dem Verhandlungsweg, noch eine Lösung über eine Schlichtung der offenen Tarifvertragsthemen erreichen wolle, sagte Jörg Beissel, Geschäftsführer Personal von Eurowings. "Offenbar verfolgt die Ufo ganz andere, gewerkschaftspolitisch motivierte Ziele."

Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies sagte, die Stellungnahme des Unternehmens sei eine Provokation und sachlich falsch. Zwar hätten sich beide Seiten am Sonntagabend nicht einigen können, Ufo habe aber angekündigt, einen Vorschlag für die Schlichtung zu formulieren. Nun würden die Gremien der Gewerkschaft über die "sehr deutliche" Mitteilung von Eurowings beraten.