Der Boom am deutschen Arbeitsmarkt hält an. Auch im dritten Quartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf rund 43,7 Millionen. Das ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Allerdings verlangsamte sich das Tempo zuletzt ein wenig. Zum Jahresbeginn hatte der Zuwachs 1,3 Prozent betragen, im zweiten Quartal waren es noch 1,2 Prozent.

Vor allem im Dienstleistungsbereich waren mehr Menschen als im Vorjahr tätig. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich der öffentlichen Dienstleister, der Erziehung und Gesundheit mit einer Zunahme von 197.000 Personen (+ 1,9 Prozent), gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit einem Plus von 123.000 Personen (+ 2,1 Prozent). Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe waren 94.000 Personen (+ 0,9 Prozent) mehr als im Vorjahr beschäftigt.

Auch im Baugewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 14.000 Personen (+ 0,6 Prozent). Im produzierenden Gewerbe – ohne den Bau – sank die Zahl der Erwerbstätigen hingegen leicht um 5.000 Personen (- 0,1 Prozent). Auch in der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei sank die Zahl der Beschäftigten um 18.000 Personen (- 2,8 Prozent).

Zugleich ist auch die Zahl der Arbeitslosen im Oktober um 68.000 auf 2,54 Millionen gesunken. Das sind 109.000 Erwerbslose weniger als noch vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Durch die gute Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland damit auf dem tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung.