Starnberg bei München ist laut einer Prognose der GfK-Konsumforscher der Landkreis mit der höchsten Kaufkraft. Das verfügbare Nettoeinkommen pro Kopf einschließlich staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld dürfte dort im kommenden Jahr bei 32.194 Euro liegen, heißt es in der Prognose des Marktforschungsinstituts.

Den Starnbergern stehen damit fast 10.000 Euro mehr zur Verfügung als dem Bundesdurchschnitt, dieser wird bei 22.239 Euro erwartet. Auf Platz zwei folgt der Hochtaunuskreis bei Frankfurt am Main (31.561 Euro), vor dem Landkreis München (30.907) und der Stadt München (30.136). Unter den zehn reichsten Kommunen in Deutschland sind außerdem die bayerischen Landkreise Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Dachau sowie die Stadt Erlangen. Das Schlusslicht bildet der Landkreis Görlitz in Ostsachsen mit 17.496 Euro.

Die Pro-Kopf-Kaufkraft steigt demnach im kommenden Jahr bundesweit um durchschnittlich 360 Euro, das sind 1,7 Prozent. Getrieben werde diese Entwicklung durch wachsende Löhne in vielen Branchen und durch die steigende Beschäftigung. Wie viel von dem Zuwachs tatsächlich übrig bleibt, hängt davon ab, wie sich die Preise entwickeln. Ein Großteil dürfte damit wieder aufgezehrt werden, weil sich Waren und Dienstleistungen im Jahr 2017 nach Vorhersage der Wirtschaftsweisen im Schnitt mit 1,6 Prozent fast genauso stark verteuern dürften.

Kaufkraft und Bevölkerungszahl wächst

In der Gesamtsumme erwartet die GfK für das kommende Jahr eine Kaufkraft von knapp 1,8 Billionen Euro für Deutschland – 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr, die für Konsum, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung stünden. Hier macht sich die wachsende Einwohnerzahl bemerkbar, die in diesem Jahr um geschätzte 1,2 Prozent zulegt. Das erklärt nach GfK-Angaben, warum die Kaufkraftsumme insgesamt stärker zunehme als der Betrag pro Kopf.