In Deutschland waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 43,5 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren 429.000 oder ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. Während die Zahl der Selbstständigen um 28.000 auf gut 4,3 Millionen sank, gab es bei den Arbeitnehmern mit Wohnort in Deutschland ein Plus von 453.000 auf etwa 39,1 Millionen. 

Dabei nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erneut zu, die der geringfügig Beschäftigten im Trend der vergangenen Jahre weiter ab. Zusätzliche Jobs entstanden insbesondere im Sektor der Dienstleistungsberufe, vor allem in der Erziehung und Gesundheit. Auch im Handel und im Gastgewerbe war die Entwicklung sehr positiv.

Im produzierenden Gewerbe stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen auf dem Niveau von 2015. Das Baugewerbe wurde hierbei nicht mit eingerechnet. Weniger Erwerbstätige als 2016 zählten die Statistiker in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei. 

Der Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt hält seit zehn Jahren an. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist momentan enorm, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekannt gab. Demnach gab es im Dezember 2016 so viele freie Stellen wie nie zuvor.

Nach Einschätzung von Volkswirten deutscher Großbanken bleiben die Arbeitsplätze auch 2017 sicher; allerdings könnte die wachsende Zahl der Flüchtlinge den Jobaufschwung leicht dämpfen: Ökonomen prognostizieren, dass die Zahl der Jobsucher im Jahresdurchschnitt 2017 zwischen 30.000 und 100.000 über dem voraussichtlichen Niveau von 2016 liegen wird – und damit auf 2,73 bis 2,8 Millionen steigt.