Der Dow Jones Industrial ist erstmals in seiner mehr als 130-jährigen Geschichte über die Marke von 20.000 Punkten gestiegen. Damit setzte der wichtigste US-Börsenindex seinen Kursaufschwung fort. Eingesetzt hatte dieser nach dem Wahlsieg des neuen US-Präsidenten Donald Trump im November. Am Mittwoch rückte der Dow kurz nach dem Handelsstart in New York nun erstmals bis auf 20.033,77 Zähler vor.

Marktbeobachter hatten das Erreichen der Rekordschwelle bereits erwartet. Nachdem in den vergangenen Wochen noch große Unsicherheit über die wirtschaftspolitische Richtung Trumps geherrscht hatte, schoben die jüngsten Entscheidungen des Republikaners die Werte vieler Aktien wieder an.

Trump hatte zum Wochenbeginn mit seinen Ankündigungen ernst gemacht und den Ausstieg aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP verkündet. Am Dienstag hatte er dann nachgelegt: Zwei umstrittene Ölpipeline-Projekte, die sein Vorgänger Barack Obama gestoppt hatte, sollen wieder aufgenommen werden. Papiere des Ölsektors etwa von Chevron oder ConocoPhillips legten daraufhin deutlich zu.

Zudem erhielt der Markt zunehmend mehr Unterstützung durch die Berichtssaison, die in den vergangenen Tagen begonnen hat. Die Kurstendenzen nach den über Nacht vorgelegten Zwischenberichten fielen zur Wochenmitte überwiegend positiv aus. Mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing stützte zudem ein großer Konzern den Leitindex: Die Papiere des Unternehmens klettern um rund 1,5 Prozent, nachdem der Gewinn 2016 positiv überrascht hatte.

Die Anleger am New Yorker Aktienmarkt hatten schon am Dienstag ihre Zurückhaltung aufgegeben und die Kurse wieder angetrieben. Dabei waren der S&P 500 sowie die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq auf Rekordstände gestiegen. Die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik Trumps sei verflogen, sagten Marktexperten.