Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 71.000 auf 2,498 Millionen gesunken. Dies war der niedrigste Wert in einem Mai seit dem Jahr 1991. Damit waren 166.000 Menschen weniger erwerbslos, als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent.

"Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Zahl der Beschäftigten sei erneut gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskräften befinde sich weiter auf sehr hohem Niveau.

Auch saisonbereinigt gab es erneut einen Rückgang. Wenn man von der Jahreszeit bedingte Einflüsse herausrechnet, liegt die Arbeitslosenzahl bei 2,536 Millionen. Damit waren etwa 9.000 weniger Männer und Frauen ohne Job als im April. Im Westen ging die Zahl um 5.000 zurück, im Osten um 4.000.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind gleichzeitig weiter gewachsen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen im April saisonbereinigt auf 43,98 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 652.000.

Der Anstieg gehe vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück: Die Zahl der Menschen mit regulärem Job nahm nach Hochrechnung der BA von Februar auf März saisonbereinigt um 48.000 auf 31,93 Millionen zu. Das war fast eine Dreiviertelmillion mehr als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter hoch: Im Mai waren 714.000 offene Stellen bei der BA gemeldet – 60.000 mehr als vor einem Jahr.