Union und SPD wollen den staatlichen Zuschuss zur privaten Altersvorsorge mit einem Riester-Vertrag auf 175 Euro anheben. Für rund 10,9 Millionen Beschäftigte mit einem Riester-Vertrag steigt die jährliche Grundzulage damit um 21 Euro, teilten Fachpolitiker der Koalition mit.

Auch die betriebliche Altersvorsorge soll nach dem Willen der Koalition gestärkt werden geht. Kern der Vereinbarung ist, dass Arbeitgeber künftig auf der Grundlage von Tarifverträgen Betriebsrenten anbieten können, ohne dass sie deren Höhe und Auszahlung garantieren müssen. Die Koalition erhofft sich davon eine Ausweitung der Betriebsrenten.

Arbeitgeber sollen den Angaben zufolge einen Zuschuss erhalten, wenn sie Arbeitnehmern bis zu einem Monatseinkommen von 2.200 Euro in eine Betriebsrente einzahlen. Auf die Grundzüge der Reform hatten sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im September vorigen Jahres verständigt.

Nahles sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen. Die geplante Reform sei insbesondere für Niedrigzinsphasen wichtig, sagte Nahles. Hier müsse eingegriffen werden, um die Betriebsrenten zu stabilisieren.

Das Vorhaben soll noch in dieser Woche vom Bundestag verabschiedet werden.