Die Chefin der US-Zentralbank Fed hat die nach der Finanzkrise verschärfte Regulierung der Banken in den USA verteidigt. Die Regeln hätten zur Stärkung des Bankensystems beigetragen, sagte Janet Yellen. Damit stellte sie sich implizit gegen US-Präsident Donald Trump, der die Regulierung lockern will.

Bei dem jährlichen Treffen von Zentralbankern in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming widersprach Yellen der Kritik, dass die strengeren Regeln die Kreditvergabe beeinträchtigt hätten. Die Zentralbank Fed sei bereit, die Maßnahmen anzupassen, um Finanzinstituten zu helfen.

Das 2010 verabschiedete Dodd-Frank-Gesetz habe das Bankensystem wesentlich sicherer gemacht, sagte Yellen. Dazu hätten insbesondere die Vorschriften für mehr Eigenkapital der Banken beigetragen, welche diese bei faulen Krediten schützt.

Yellens Plädoyer für die Beibehaltung der strengen Regeln könnte ihre Chance mindern, von Trump nach dem Ende ihrer Amtszeit im Februar als Fed-Chefin erneut nominiert zu werden.

Yellen äußerte sich in ihrer Rede nicht zur Lage der Wirtschaft oder der künftigen Zinsentwicklung. Damit widerlegte sie die Erwartungen, sie könnte Andeutungen zu künftigen geldpolitischen Entscheidungen machen.