Seit Antritt der großen Koalition vor vier Jahren sind die direkten und indirekten staatlichen Subventionszahlungen an die Privatwirtschaft einem Bericht zufolge stark gestiegen: Inzwischen wende der Bund dafür jährlich mehr als 25 Milliarden Euro aus Steuermitteln auf, berichtet die Zeitung Bild unter Berufung auf den Subventionsbericht, den das Bundeskabinett am Mittwoch verabschieden will. Dies seien fünf Milliarden Euro mehr als vor vier Jahren – ein Anstieg von rund 25 Prozent.

Zu der Steigerung trugen demnach unter anderem sechs neue Steuervergünstigungen und elf neue Finanzhilfen bei – etwa die Kaufprämie für E-Autos, Hilfen für die Optimierung von Pumpen und Heizungen und die Förderung von Einbruchsschutz. Bei der Höhe der Unternehmensbeihilfen liege Deutschland gemessen an der Wirtschaftskraft demnach EU-weit nur hinter Lettland und Griechenland.

Die Staatshilfen umfassen unter anderem 1,8 Milliarden Euro pro Jahr für Gebäudesanierung, eine Milliarde Euro für Steinkohlesubventionen, 650 Millionen Euro für die Energiesparförderung, 500 Millionen Euro für den Breitbandausbau und 470 Millionen Euro für effiziente Pumpen und Heizungen. Hinzu kommen Steuervergünstigungen für Firmenerben mit 5,7 Milliarden Euro, für kulturelle Leistungen (3,9 Milliarden Euro), für Schichtarbeit (2,8 Milliarden Euro), für Renovierungen (zwei Milliarden Euro) und für die Stromerzeugung (1,7 Milliarden Euro).