In Deutschland suchen insgesamt 5,4 Millionen Menschen einen Job oder wünschen sich mehr Arbeitsstunden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent.

Zu dem sogenannten ungenutzten Arbeitskräftepotenzial zählen 2,6 Millionen Unterbeschäftigte. Das sind Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die gerne zusätzliche Arbeitsstunden hätten und dafür auch zur Verfügung stehen. Unter ihnen sind knapp 1,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte, die aber nur wenige Stunden mehr arbeiten wollen, und gut 1,4 Millionen Teilzeitbeschäftigte.

Dazu kommen knapp 2,8 Millionen Arbeitslose, die von den Statistikern in zwei Gruppen aufgeteilt werden: In Erwerbslose – das waren im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Menschen – und etwa eine Million Menschen in der sogenannten stillen Reserve. Diese suchen zwar Arbeit, stehen dafür kurzfristig aber nicht zur Verfügung. Oder sie suchen aktuell keine Arbeit, würden grundsätzlich aber gern arbeiten.

Neben dem ungenutzten Arbeitskräftepotenzial gibt es aber auch eine große Gruppe von Menschen, die ihre Arbeitszeit gerne reduzieren würde: Den Statistikern zufolge wünschen sich das 1,8 Millionen Erwerbstätige. Sie titulieren diese Gruppe als Überbeschäftigte. Von ihnen gibt es immer mehr: 2016 stieg die Zahl der Überbeschäftigten um 147.000 Menschen, im Jahr davor um 98.000.