Ein Team aus acht Rechercheuren und Reportern von ZEIT ONLINE, DIE ZEIT und dem ARD-Magazin Panorama ist mit dem Deutschen Journalistenpreis Wirtschaft-Börse-Finanzen (djp) ausgezeichnet worden. Lutz Ackermann, Benedikt Becker, Manuel Daubenberger, Philip Faigle, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski und Oliver Schröm gewannen den Preis in der Kategorie Bank & Versicherung.

Prämiert wurde der Beitrag "Der große Steuerraub", der parallel in der ZEIT und auf ZEIT ONLINE erschienen war. Panorama zeigte dazu den Film Milliarden aus der Staatskasse – auf der Spur der Steuerräuber.

Das Team war der Frage nachgegangen, wie es Banken, Börsenmaklern und Anwälten gelingen konnte, den Staat im wohl größten Steuerbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik um Milliarden zu erleichtern. Und warum Politik und Behörden dem Treiben über 25 Jahre lang keinen Einhalt gebieten konnten.

Dazu werteten sie ein halbes Jahr lang geheime Ermittlungsakten aus, Transaktionstabellen, E-Mails, Kontoauszüge, Zeichnungsscheine, Durchsuchungsprotokolle und Aufzeichnungen von abgehörten Telefonaten. Reporter reisten an die Orte des Geschehens, in die USA, nach Großbritannien und in die Schweiz, sie sprachen mit Staatsanwälten, Beschuldigten, Geschädigten, Whistleblowern, Wissenschaftlern und einem früheren Finanzminister.

Die Recherche füllt eine Lücke: Niemand wusste bisher so detailliert, wie die mutmaßlichen Betrüger vorgingen und warum die Behörden mit ihren Versuchen scheiterten, ihnen das Handwerk zu legen.

Der Deutsche Journalistenpreis prämiert herausragende redaktionelle Beiträge in deutschsprachigen Print- und Onlinemedien zu Wirtschafts- und Finanzthemen.