Nach dem Attentat von Las Vegas hat sich US-Präsident Donald Trump dafür ausgesprochen, ein Verbot sogenannter Dauerfeuer-Vorrichtungen bei Waffen zu prüfen. Dies werde in Kürze geschehen, sagte Trump. Auch republikanische Abgeordnete haben sich offen für eine gezielte Verschärfung der Waffengesetze gezeigt.

Die Vorrichtungen am Kolben von halbautomatischen Waffen erlauben ein Schießen mit Geschwindigkeiten wie bei automatischen. Unter den 50 sichergestellten Schusswaffen des Attentäters von Las Vegas befanden sich zwölf mit so einer Vorrichtung. So war es ihm möglich, Tausende Schüsse in die Zuschauermenge eines Countrymusikfestivals abzufeuern und 58 Menschen zu töten. Fast 500 weitere Menschen wurden verletzt.

Die einflussreiche Waffenlobby NRA (National Rifle Association) signalisierte, dass sie sich einem solchen Schritt nicht entgegenstellen würde. Die US-Behörden müssten sofort überprüfen, ob die Vorrichtung zur Umrüstung von halbautomatischen auf vollautomatische Waffen dem Bundesgesetz entspreche, heißt es in einem Statement der NRA. Sie glaubt, dass diese Geräte "weiterer Regulierung unterliegen sollten".

Der Verkauf automatischer Waffen ist in den USA seit den Achtzigerjahren zwar weitgehend verboten. Die Vorrichtung zur Umrüstung von halbautomatischen Schusswaffen, der sogenannte bump stock, ist aber legal zu erwerben.  

Barack Obama war mit wiederholten Versuchen zur Verschärfung des Waffenrechts am Widerstand der Republikaner im Kongress gescheitert. Dass Trump sich auf eine weitgehende Restriktionen des privaten Waffenbesitzes einlässt, gilt als unwahrscheinlich.