Autos mit Dieselantrieb werden in Deutschland immer unbeliebter. Die Neuzulassungen mit Dieselmotoren sind im Jahresvergleich deutlich zurückgegangen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Knapp 35 Prozent der im Oktober 2017 zugelassenen Autos hatten demnach einen Dieselantrieb. Im Oktober vor einem Jahr waren es noch 44 Prozent der neu zugelassenen Autos. Der Dieselanteil sinkt bereits seit mehreren Monaten, da Käufer seit Bekanntwerden der Manipulationen der Abgaswerte bei einigen Herstellern Fahrverboten und einen Wertverfall der Fahrzeuge fürchten.

Die Neuzulassungen für Autos mit Benzinmotoren legten dagegen um 19 Prozent zu, gut 60 Prozent der neu zugelassenen Autos fuhren mit Ottomotor. Am stärksten legten allerdings alternative Antriebe zu – wenn auch auf niedrigem Niveau. So stiegen die Neuzulassungen von Autos mit Flüssiggasantrieb um knapp 25 Prozent, die mit Erdgasantrieb um knapp 35 Prozent, die mit Hybridmotoren um 68 Prozent und Autos mit Elektromotor um fast 87 Prozent. In absoluten Zahlen ist das allerdings immer noch wenig: Von den insgesamt etwa 273.000 neu zugelassenen Pkw machten die mit Gas- (700 Autos), Elektro- oder Hybridmotor (11.000 Wagen) nur gut vier Prozent aus.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen erhöhte sich leicht auf 127,6 Gramm pro Kilometer. Das liegt unter anderem daran, dass mehr Benziner zugelassen werden, die mehr klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen als Dieselfahrzeuge. Selbstzünder setzen dafür mehr giftiges Stickoxid frei.

Der Trend zu alternativen Antrieben zeigte sich auch in den Anteilen der Marken an den Neuzulassungen. Der Elektroauto-Hersteller Tesla wuchs mit knapp 79 Prozent stärker als alle anderen Marken. Von einer Ablösung der dominanten Autobauer in Deutschland ist das US-Unternehmen mit einem Anteil von 0,1 Prozent aber weit entfernt: Die am häufigsten neu zugelassene Marke war im Oktober erneut die, bei der der Dieselskandal in Fahrt kam – Volkswagen.