Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Klagen gegen die geplante Elbvertiefung abgewiesen, konkret ging es dabei um die Planfeststellungsbeschlüsse für die Fahrrinnenanpassung in Unter- und Außenelbe. Die Städte Cuxhaven und Otterndorf sowie Elb- und Küstenfischer hatten Planungsfehler bemängelt. Sie erwarten negative Auswirkungen auf den Tourismus und die Fischerei durch die geplante Flussvertiefung. 

Das Gericht in Leipzig begründete seine Entscheidung damit, dass Interessen der Kläger im Gegensatz zu dem öffentlichen Interesse am Ausbau der Bundeswasserstraße nur eingeschränkt schutzwürdig seien. Zudem litten die Planungen nicht an Fehlern oder Abwägungsmängeln, hieß es in dem Urteil.

Die Städte Cuxhaven und Otterndorf befürchten, dass eine Flussvertiefung negative Folgen für deren Bojenbäder, Badeseen, Seglerhäfen und touristisch genutzte Wattflächen hat. Die Berufsfischer fürchten durch den Wegfall traditioneller Fangplätze finanzielle Einbußen. Falls der Ausbau zu Existenzgefährdungen führe, argumentierte das Gericht, sähen die Planfeststellungsbeschlüsse eine Entschädigung vor.

Über die Einwände der Berufsfischer und der Kommunen war bereits Mitte November zwei Tage lang mündlich verhandelt worden (Az.: BVerwG 7 A 1.17, 7 A 3.17 und 7 A 17.12). Bereits im Februar hatte das Bundesverwaltungsgericht auf Klagen von Umweltverbänden hin die Planungen als weitgehend rechtmäßig bestätigt. Im Dezember stehen weitere Klagen bezüglich der Elbvertiefung zur Verhandlung in Leipzig an.