Der Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon ist wegen einer Steueraffäre zurückgetreten. Er lege sein Amt zum 24. November nieder, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband mit. Übergangsweise führe der Vizepräsident Thomas Mang gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Karl-Peter Schackmann-Fallis und Joachim Schmalzl den Verband.

Fahrenschon hatte seine Steuererklärungen für 2012 bis 2014 erst im vergangenen Jahr beim Finanzamt eingereicht und sich damit einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung eingehandelt.

Kurz nach Bekanntwerden der Strafe sprach Fahrenschon von einer Riesendummheit. Zunächst hatte er dennoch vor, sich zur Wiederwahl zu stellen und weitere sechs Jahre im Amt zu bleiben. Im Laufe der Woche hätten sich jedoch mehrere Landesverbände gegen ihn ausgesprochen, berichteten Insider. Das habe Fahrenschon zum Rücktritt bewogen.

Der Sparkassen- und Giroverband zählt zu den wichtigen Lobbyorganisationen der Finanzbranche in Deutschland. Er vertritt rund 400 Sparkassen, sieben Landesbanken, die DekaBank, acht Landesbausparkassen und elf Versicherer der Sparkassen. Vor seinem Amt als Verbandspräsident war Fahrenschon bayerischer Finanzminister.