Deutsche Privathaushalte haben auch 2016 ein gutes Drittel des monatlichen Budgets für ihren Wohnraum ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, nahmen die Wohnkosten mit 877 Euro klar den größten Teil der Konsumausgaben ein. Im Vorjahr seien noch rund 20 Euro weniger ausgegeben worden.

Doch der erneute Anstieg der Wohnkosten wird laut Bundesamt durch die gute Konjunktur ausgeglichen – die Deutschen geben demnach zwar mehr aus, verdienen aber auch mehr. So hätten sich die Konsumausgaben der Haushalte auf 2.480 Euro erhöht, die Belastung der Bundesbürger sei jedoch seit Jahren konstant. So sei der Anteil der Wohnkosten an den Konsumausgaben deutscher Haushalte seit 2005 nur um zwei Prozent gestiegen.

Experten bewerten den derzeitigen Anteil der Wohnkosten am Gesamtbudget jedoch als kritische Grenze. Bereits jetzt bleibe wenig Geld für andere Ausgaben oder Vorsorge übrig, zudem sei die Belastung in Großstädten oder Einzelhaushalten oft höher.

Wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts außerdem zeigen, sind die Ausgaben für Ernährung relativ gering. Mit rund 340 Euro geben die Deutschen nur rund 14 Prozent ihres Budgets für Nahrungsmittel aus – obwohl diese zuletzt deutlich teurer geworden sind und die Inflation angetrieben haben. Ähnlich viel gaben die Bundesbürger für Verkehr und Mobilität aus. Darauf folgen die Kosten für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (258 Euro) sowie für Bekleidung (108 Euro).