Deutschland entwickelt sich immer stärker zum Reiseziel für Touristen. Das zeigen Daten der Hotel- und Luftfahrtbranche. Laut Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat es im abgelaufenen Jahr so viel Flugverkehr wie noch nie gegeben. Aus der DFS-Statistik geht hervor, dass die Fluglotsen bis zum 24. Dezember bei einer Steigerung um 3,7 Prozent bereits mehr als 3,17 Millionen Flugbewegungen registriert haben.

Damit dürfte der bisherige Rekord aus dem Jahr 2008 bis zum Jahresende deutlich übertroffen werden. Damals verzeichnete die DFS 3,2 Millionen Flugbewegungen. Vor der Wirtschafts- und Finanzkrise waren im Jahr 2008 rund 3,15 Millionen Bewegungen registriert worden. 

Erfasst werden alle Flugbewegungen nach Instrumentenflugregeln, also die der größeren Passagier- und Frachtmaschinen. Die zuletzt ständig gestiegenen Passagierzahlen wurden auch durch den Einsatz größerer Jets erreicht.

"Das Reiseland Deutschland liegt nachhaltig im Trend"

Auch in der deutschen Hotelwirtschaft ist dieser Trend deutlich spürbar. Der Hotelverband Deutschland erwartet, dass sich die Umsätze 2018 preisbereinigt um 1,5 bis zwei Prozent erhöhen. Grund für den Optimismus sieht der Hotelverband in der andauernden Reise- und Konsumlust der Gäste.

Bis Oktober dieses Jahres verbuchte die Branche jeweils drei Prozent mehr Umsätze und Übernachtungen, daher dürfte es das achte Wachstumsjahr in Folge gewesen sein. "Das Reiseland Deutschland liegt nachhaltig im Trend", sagte eine Verbandssprecherin. Auch als Tagungs- und Kongressstandort habe Deutschland sich fest etabliert.

Gleichwohl sei die Branche sensibel für konjunkturelle Schwankungen und geopolitische Risiken. Auch bleibe die Ertragslage angespannt, da die Kosten schneller stiegen als die Umsätze, so der Hotelverband. 

Angesichts der guten Entwicklung werde die Hotellerie ihre Angebote auch in den kommenden Jahren ausweiten – auch wenn es an einigen Standorten bereits Überkapazitäten gebe. Damit erhöhe sich auch der Wettbewerbsdruck weiter. "Wir erleben derzeit eine beispiellose Konsolidierungswelle", sagte eine Verbandssprecherin. Die Unternehmens- und Markenkonzentration in der Hotellerie nehme weiter zu.