Der Onlinemodehändler Zalando will verstärkt Algorithmen Aufgaben übernehmen lassen, für die bisher Menschen eingesetzt wurden – etwa das Versenden von Werbe-E-Mails. Produkte würden künftig personalisierter mit Algorithmen beworben und die Marketingabteilung werde umgebaut, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte faz.net darüber berichtet.

Am Berliner Standort des Unternehmens werden demnach zwischen 200 und 250 Stellen von der Umstrukturierung betroffen sein. Die Mitarbeiter sollen in andere Bereiche versetzt werden oder Aufhebungsverträge bekommen, sagte Co-Chef Rubin Ritter. Der Onlinehändler beschäftigt weltweit etwa 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 6.000 in Berlin.

Trotz der Umstrukturierung will das Unternehmen weitere 2.000 Mitarbeiter einstellen, davon die meisten in der Hauptstadt, wo sich Zalando gerade ein neues Hauptquartier baut. "Wir gehen davon aus, dass Marketing in Zukunft noch datenbasierter sein muss. Dafür brauchen wir einen höheren Anteil an Entwicklern und Datenanalysten", sagte Ritter. 

Der Onlinehändler will laut Manager Moritz Hahn die gesammelten Daten seiner Kunden nutzen, um sie noch personalisierter anzusprechen. Zudem sollten die Landesgesellschaften von Zalando beim Marketing eigenständiger werden.